Green Marketing vs. Green Washing

Impulsvortrag vor Ort

Rückblick

Wann sind Umwelt- und Nachhaltigkeitsclaims rechtlich fragwürdig? Wie stellt sich der gesetzliche Rahmen genau dar? Wie relevant ist nachhaltige Kommunikation für Unternehmen? Wie gehen diese mit „Greenwashing“-Vorwürfen um und wie wirken sich diese auf Unternehmen aus?

Viele Fragen, die sich für Unternehmen ergeben, die ihre Produkte und Dienstleistungen als nachhaltig vermarkten wollen. Antworten lieferten unsere Referentinnen und Referenten bei der gemeinsamen Veranstaltung zum Thema „Green Marketing vs. Greenwashing“ von Marketing Business Club und WIN – Wirtschaftsinitiative Münster am whyit Campus.

Rechtsanwältin Ilka Heß, LL.M. und Rechtsanwalt Dr. Christian Stolze von Alpmann Fröhlich Rechtsanwaltsgesellschaft mbH gaben einen detaillierten Einblick in die aktuelle Rechtslage im Marken- und Wettbewerbsrecht, mit Beispielen zu aktuellen Rechtsprechungen und sogenannten Green Brands. Dabei wurde klar: Transparenz ist entscheidend, um Green Washing-Vorwürfe zu vermeiden. Irreführende Markenkennzeichnungen sind dabei nicht nur für Verbraucherinnen und Verbraucher ein Ärgernis: Eine fragwürdige nachhaltige Außendarstellung von Unternehmen kann sich auch auf das Verhalten von Mitarbeitenden auswirken, wie Simin Ziegler, Msc. von der Fakultät für Organisations- und Wirtschaftspsychologie der Uni Münster darstellte. Ziegler riet dazu, diesem Aspekt gerade auch in Zeiten des Fachkräftemangels mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Unternehmen sollten stattdessen das Potential von Mitarbeitenden nutzen, um Greenwashing und falsche Wahrnehmung im Rahmen von Nachhaltigkeitsstrategien und Transformationsprozessen zu vermeiden. Thomas Hans von Husare GmbH verwies auf die Fallstricke von Green Claims, von denen auch Verbraucherinnen und Verbraucher sich oft gar nicht überzeugen ließen. So zeige eine Umfrage, dass 67% der Verbraucher:innen der Aussage „klimaneutral“ auf Produkten keinen Glauben schenkten. Gemäß der Vorgaben der Green Claims Richtlinie der EU, die sich gerade im Gesetzgebungsverfahren befindet, seien viele Labels zukünftig nicht mehr nutzbar, so seine abschließende Einschätzung.

Alle Vorträge erzeugten übrigens nicht nur hörbare, sondern auch sichtbare Reaktionen der Teilnehmenden: Bei Applaus stimmte auch die Lichtanlage des SONO im whyit Campus mit Discolights zu. Der Raum des Co-Working-Space wird nämlich nicht nur für Tagungen und Veranstaltungen, sondern auch für Partys genutzt, wie die beiden Geschäftsführer von whyit, Frank Rohmann und Dr. Burkhard Breuer, erläuterten.

Wir danken der WIN, den Referentinnen und Referenten und allen Teilnehmenden für einen informativen und spannenden Clubabend!

whyit Campus

whyit Campus GmbH
SONOS
Wienburgstraße 207
48159 Münster

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16.05.2024

18:00 Uhr Beginn

21:00 Uhr Ende

Anstehende Veranstaltungen anschauen!

Thema

Der Klimawandel ist schon lange Realität. Unternehmen wollen daher nachhaltiger wirtschaften und das auch kundtun, damit Verbraucherinnen und Verbraucher sich auch weiterhin für ihre Produkte entscheiden. Labels wie das MSC-Siegel bei Fisch-Produkten, die Bezeichnung „klimaneutral“ u.a. auf Kosmetika oder die Bio-Kennzeichnung von Lebensmitteln werden allerdings auch kritisch diskutiert und z.T. rechtlich hinterfragt. Grundlage sind gesetzlichen Rahmenbedingungen, die gerade auf europäischer Ebene verändert wurden. Gleichzeitig ist nachhaltiges Wirtschaften auch ein wichtiger Faktor im Wettbewerb um Fach- und Nachwuchskräfte in den Unternehmen. Dabei kommt es auf die richtige Kommunikation an.

Wann sind Umwelt- und Nachhaltigkeitsclaims rechtlich fragwürdig? Wie stellt sich der gesetzliche Rahmen genau dar? Wie relevant ist nachhaltige Kommunikation für Unternehmen? Wie gehen diese mit „Greenwashing“-Vorwürfen um und wie wirken sich diese auf Unternehmen aus? Was ist „Green Marketing“ und welche guten Beispiele gibt es?

Wir freuen uns auf Inputs unserer Referentinnen und Referenten:

Ilka Heß, LL.M., Rechtsanwältin, Fachanwältin für Gewerblichen Rechtsschutz und Dr. Christian Stolze, Rechtsanwalt und Notar, beide Partner bei ALPMANN FRÖHLICH Rechtsanwaltsgesellschaft mbH

Prof. Dr. Guido Hertel & Simin Ziegler, M. Sc., Organisations- und Wirtschaftspsychologie, Universität Münster

und Thomas Hans, Husare GmbH.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit WIN Münster e.V. statt.

Foto: Atlascompany

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